Danke, Freundin.
Du hast mich erschaffen.
Ich lag draußen auf den Feldern in der vernutzten Erde.
Ich trieb im Wind entblättert und schal.
Ein ewiger grauer Morgen in der Weite.
Ein ewiges Fest ohne Namen und Klang.
... stelltest Du mich auf die Beine,
gabst mir Form,
und wuschst mein Gesicht mit dem goldenen Staub Deiner Hände.
Nun darf ich heißen und nennen.
Darf Dir im Glanz unserer Haut entgegen sehen
und tasten mit den Fingern unserer Zuneigung.
Danke, Freundin.
Du erschufst den Menschen
und die Nacht
und die Träume
und die Boten der Zeit -
den Körper,
der ich bin.
[8. September 2025]