Der in mir, der immer...

Der in mir, der immer fällt
der schon die Wege fiel, die ich hinauf kam
der mit den Flüssen fällt
in fernen und irren Ländern
und rauschend in Schluchten
rufend und tönend mit dem Wasser
mit dem Wind
wie eine Erdenstimme,
die in den Bäumen heult
und in die Wipfel greift wie eine Faust
und sie schüttelt
und sein Lied in alle Felsenohren drückt,

der fällt alle Tage
fällt durch mein Gebet
und die Türen meines Lebens können ihn nicht halten.

In der Hand, die ich dir reiche, ist er ein Sinken
und ein Sinken in unseren Augen
und er ruft die Dinge bei ihrem dreifachen Namen
und die Schläge unserer Herzen zählt er rückwärts.

Wenn du lieben willst, liebe mich,
denn ehe sich unsere Hände wieder lösen
ist womöglich ein Leben vorbei.

[13. Juni 2009]