Ich bin ein Flussjunge.
Vater Einsamkeit hat mich zum Ufer geschickt
mir die Augen zu waschen,
mir den Mund zu füllen mit Sonne und Wind.,
und auf den Kieseln zu ruhen wie ein
Dachs im grau-weißen Fell des Nachmittags.
Mutter Lust bat mich zu rauschen wie die wehenden Bäume,
als der struppige Klang in den Ästen und Blättern
eines wild gelassenen Tages.
So vergaß ich die Namen der Dinge,
und ein grenzenloser Sommer legte sich auf meine Haut.
Und beim Anblick der silbernen Glut auf den Wellen
fiel mir ein
dass ich lebe.
[18. Juli 2026]