Komm...

Komm,
Wind zögert nicht,
Wind geht in die Bäume
und liebt ihre wehenden Äste
und wiegt die Blätter
und faltet sie mit seinen tanzenden Händen.

Der Abend jetzt am Anfang des Sommers
legt seine kühle Glut auf deine Haut
und füllt deine Hände mit reisender Lust.

Jetzt -die Füße auf dem Asphalt
regierst du die stumpfen Wege
und wenn du die Augen zweimal geschlossen hast
werde ich schon bei dir sein
und auf deinen Lippen fallende Orkane hüten.

Du weißt
wer sich die Welt nicht lachend von den Gliedern schabt
wird nicht glücklich sein,
wird nicht lieben können wie wir es tun.
Er wird dem Gang der Ungeheuer tratschend die Scherpe schleppen,
während wir den goldenen Staub des Morgens
in die schwarzen Wege der Nächte weben.

[8. Juni 2013]