Wie ein Kuss liegt die...

Wie ein Kuss liegt die Sonne auf meinem Gesicht.
Fünf Jahre und eine Traurigkeit.
Jetzt, an diesem Sommertag glüht das Wasser,
glühen die Farben der Mohnblüten,
glühen die Blüten, der Schmerz in meiner Brust.

Ich höre die Wellen in die Steine des Ufers schwappen,
und den Wind im trockenen Gras.
Einen Mund voll nehme ich,
einen Mund voll Goldsekret,
voll der Glut dieser Tage,
aus Licht und Wasser
und den Farben, die die elektrische Luft aus den Dingen löste:

eine grobe gleißende Intensität,
ein Schock in meiner Brust,
in meinen Gliedern,
ein dichtes flutendes Licht in meinen Augen,

und dann der blühende, schillernd stechende Schmerz,
akkumulierte Not meines Lebens.

[13. August 2009]