Wie ich mit meiner Wut ein Loch in die Zeit drücke,
stetig tiefer
bis ich endlich Platz finde
trotzig und wund
und am Abend
der Sonne gegenüber
Stellung beziehe
dem Leben meine Pointe verwehrend.
So bleibe ich eine Weile stumm,
mit dem Licht, dem Wind, den lächerlichen Cumulus Wolken,
den ewig liebenden Bäumen,
den Sittichen, hochgeworfen in den Tumult der Luft,
der Sehnsucht und dem Neid über den Wiesen.
Und als der glühende Sonnenball endlich am Horizont verschwindet
und nichts bleibt als seine strahlende goldene Aura,
legt sich Zärtlichkeit an mein Herz
und auf einmal spüre ich es:
all das beschädigte, verleugnete Leben.
[21. Oktober 2020]