Wo ist mein Glück?
Auf Wiesen flüsternde Stimmen,
mit Wirbel-Worten zwischen den Gräsern und fallendem Mohn
Wo ist mein Glück?
Erde - weicher dunkler Duft.
Am Grund rollt mein Gesicht und ich fange Tau mit den Poren meiner Haut.
Als das Gewicht meinen Körper betrat
und sich die Bäume wie tanzende Wimpern in meine Blicke beugten -
rauschend in ihren Wipfeln -
überreiche Spender der Farben der Tage,
wurde mein Blut weich wie Schaum
und das Licht wusch Falter auf meiner Haut.
Wo ist mein Glück?
Hinter welchen Lippen brodeln die Küsse,
die frühreif und trunken meiner zerschossenen Brust entliefen?
Ich gab dem Herrn meine Schuhe und nahm mir seine zitternden Knie`,
nahm mir das spröde Klirren seiner Geste, wenn er den Wind über die Böschung treibt.
Meine Liebe gab ich der Welt
und ihren tausend taumelnden Wesen.
[4. Januar 2015]